Mensch und Pilz

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Das Reich der Pilze und die Menschart

von

Rudi Zimmerman

Liebe Freundin, sehr geehrte Dame,

meine Wissenschaft lebender Systeme (WLS) unterscheidet im Einklang mit der Biologie das "Reich" der Pflanzen, der Pilze und der Tiere. Die WLS beschäftigt sich zwar schwerpunktmäßig mit dem Menschen, also der Tierart, die "Mensch" genannt wird und die biologisch zum Tierreich gehört, aber es ist auch immer interessant, den Menschen von anderen "Reichen" lebender Systeme abzugrenzen. Die WLS betrachtet übrigens den Menschen als eigenes Reich, das sich wegen seiner besonderen Fähigkeit der körperexternen Speicherung von Information aus dem Tierreich abhebt.

Gemeinsamkeiten von Mensch und Pilz

Zunächst möchte ich die Gemeinsamkeiten des Menschen mit den Pilzen hervorheben. Beide ernähren sich von anderen lebenden Systemen und benutzen biologische Moleküle, die von anderen Individuen synthetisiert wurden, nämlich Zucker bzw. Polysaccharide, Aminosäuren, Fettsäuren, Nucleinsäuren usw.., um körpereigene Moleküle daraus zu machen und Energie zu gewinnen.

Zunächst einmal müssen Pflanzen diese Moleküle mit Hilfe des Sonnenlichts und ihres Chlorophylls unter Verwendung von Wasser und Kohlendixid (CO2) hergestellt haben. Dann werden sie selbst oder Tiere, die sich von ihnen ernährt und diese Moleküle weiterverwendet haben, von Menschen und Pilzen verspeist. Menschen und Pilze verwenden dann diese materiellen Subsysteme des Lebens weiter zum Aufbau eigener Moleküle oder verbrennen sie zur Energiegewinnung mit Hilfe von Sauerstoff. Dabei wird dann übrigens Wasser hergestellt, also der Wasserstoff oxidiert.

Beide, sehr geehrte Dame, der Mensch und der Pilz, ernähren sich also von Tieren – und Pflanzen. In den meisten Fällen wird die Beute zunächst getötet und dann verspeist. Bei Pflanzen ist das in der Regel nicht erforderlich, nämlich wenn nur die Früchte der Pflanze gegessen werden. Während der Mensch das Tier möglichst kurz nach seiner Tötung isst, verspeist der Pilz auch Tiere, die schon längere Zeit tot sind. Dass Pilze sich auch von Tieren ernähren, ist ja nicht erstaunlich, da es sich um völlig anderes Reich lebender Systeme handelt. Dass es tierfressende Tiere gibt, also "Fleischfresser", ist erstaunlicher. Eigentlich könnte man die Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe, Nationalität oder Religionszugehörigkeit in Pflanzen- und Tierfresser unterteilen. Während es reine Pflanzenfresser gibt, sind allerdings reine Tierfresser unbekannt, die meisten menschlichen Indivduen sind Allesfresser.

Unterschiede von Mensch und Pilz

Der Mensch und andere Tiere haben Bewegungsorgane entwickelt, um ihre Beutetiere zu jagen oder essbare Pflanzen zu sammeln und essbare Tiere zu züchten. Pilze hingegen betreiben diesen Aufwand nicht. Man könnte meinen, sie wären schlauer als Menschen. Und das ohne Gehirn. Da sieht man, liebe Freundin, dass Klugheit nichts mit dem Gehirn zu tun hat. Das Gehirn erleichtert es dem Menschen lediglich, ohne körperlichen Aufwand Nahrung zu finden.

Pilze betreiben von den beiden Bewegungsarten lebender Systeme, nämlich Wachstum und Ortsveränderung der Individuen, nur die erstere, die Wachstumsbewegung. Auf Fortbewegung, die sehr energieaufwändig sein kann, verzichten sie. Damit haben sie etwas mit den Pflanzen gemeinsam. Sie wachsen lediglich, aber rennen nicht herum, um Tiere zu jagen.

Pilze sind auch in anderer Hinsicht klüger als Menschen. Sie vermehren sich nämlich nicht nur geschlechtlich, sondern auch ungeschlechtlich. Damit haben sie in Vergleich zum Menschen einen enormen Überlebensvorteil. Um es den Pilzen gleich zu tun, muss der Mensch einen großen Aufwand betreiben und hat bereits das Klonen von Tieren erfunden. Das Klonen von Menschen hält er allerdings für unmoralisch. Die Unmoral bezieht sich jedoch nur auf das körperliche Klonen. Um die geistige Klonung von Menschen, nämlich die Herstellung von Menschen, die alle das gleiche Denken und wissen und für richtig und falsch halten, geben sich die Systeme Staat nämlich sehr viel Mühe und schicken junge Menschen ungefähr 20 Jahre und länger auf Schulen und Universitäten und sind medial unerhört aktiv, um die Individuen geistig zu Vereinheitlichen.

Der Mensch als Pilzkonsument

Der Mensch isst allerdings auch Pilze, während umgekehrt der Pilz sehr selten Menschen frisst – es sei denn, der Menschen liegt als Leiche begraben auf dem Friedhof. Grundsätzlich ist der Pilz aber in der Lage, mit Hilfe seiner Gifte auch Menschen zu töten. Der Mensch beschränkt sich natürlich beim Verspeisen von Pilzen nur auf das Essen von größeren ungiftigen Pilzteilen, den Fruchtständen. Kleinere Pilze, wie die Hefepilze, benutzt er lediglich zur Herstellung von Backwaren oder Getränken, wie Bier oder Wein – und natürlich zu Heil- und anderen Zwecken.
Besonders in der TCM (traditionelle chinesische Medizin) finden Heilpilze, wie der Sonnenpilz oder der Reishi, breite Verwendung.
Kleinere Tiere, wie beispielsweise Mäuse, Würmer und Insekten benutzt der Mensch ja auch nicht als Nahrungsmittel.

Bemerkenswert ist, dass es Menschen gibt, die keine anderen Tiere essen (Vegetarier), manche ernähren sich lediglich von Pflanzen (Veganer). Es gibt jedoch keine Menschen, die sich nur von Pilzen ernähren. Höchstens von Käse, bei dessen Herstellung Pilze verwendet wurden. Der Grund liegt vermutlich darin, dass es zu teuer wäre, sich als reiner Pilzkonsument zu ernähren. Anderenfalls gäbe es bestimmt auch "Pilzaner". Produkte, die unter Mitwirkung von Pilzen hergestellt werden, werden jedoch gern in flüssiger Form konsumiert, wie Bier, Wein und Schnaps. Da haben Pilze die gleiche Fähigkeit, die auch Jesus Christus zugeschrieben wird, nämlich Wasser in Wein zu verwandeln.

Eine beliebte Biersorte trägt zwar den Namen "Pils", was allerdings wohl nichts mit seinem Hersteller, dem Pilz, zu tun hat.

Heute werde ich mal zur Feier des Tages ein Pils trinken und proste Ihnen in Gedanken zu.

Ihr

Rudi Zimmerman, Wissenschaftler lebender Systeme

Steinau, den 6.10.2016

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